Silberlinie
Die Heilige Fotografische Kunst Deutscher Nation
des Europäers hp
Ahura Mazda
Phantastisch
HP
Gegenwärtig
Tlaloc
Historisch
Emir
Amtsgestalt
Löwe
Landtierhaft
Kolibri
Lufttierhaft
Goldfisch
Wassertierhaft
Mein Selbstporträt Portal
Es ist ein Blick, ein Gesicht. Es ist eine Person.

Die hier von mir gezeigte Porträtserie versteht das menschliche Antlitz als einen Ort der Verdichtung von Wahrnehmung, Identität und Zeit.

Ausgehend von einem einzigen realen fotografischen Porträt entfaltet sich eine Folge von Variationen, die nicht der Illustration von Unterschiedlichkeit dient, sondern einer spezifischen Sicht auf minimale, sublim wirkende Verschiebungen. Jedes Porträt steht für sich und ist zugleich Teil eines einheitlichen Ganzen. Wiederholung erscheint nicht als Reduktion oder Rückkehr. Wiederholung erscheint als jeweils neue Erkenntnis.

In dieser Porträtserie begegnen sich künstlerische Intuition und technische Kontrolle vor dem Hintergrund der Frage nach der Machbarkeit. Die Variationen folgen einer strukturellen Logik, die sich zwischen offener Sichtbarkeit und Abstraktion bewegt, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Wiedererkennung und Verfremdung.

Das Porträt wird dabei als Abbild verstanden – als Projektionsfläche für Fragen persönlicher Integrität sowie für das Verhältnis von individueller Identität und ihrer Möglichkeit serieller Reproduzierbarkeit.

Meine Arbeit zur Variabilität des Porträts thematisiert implizit das Spannungsfeld moderner Bildproduktion: das Bedürfnis nach Einzigartigkeit auf der einen Seite und die Einsicht in die Transformierbarkeit menschlicher Merkmale auf der anderen. In der kontrollierten Variation eines einzigen Gesichts wird sichtbar, wie Identität zugleich stabil und fragil ist – wie sie eindeutig erscheint und dennoch offen bleibt.

Die Serie versteht sich als Beitrag zu einem zeitgemäßen Bildwissen, das das menschliche Porträt weder romantisiert noch entpersonalisiert. Vielmehr wird das Gesicht als Konstante gesetzt, an der sich Verschiebungen von Wahrnehmung, Bedeutung und Zeit ablesen lassen. So entsteht ein visuelles Kontinuum, das die einzelne Person ernst nimmt und sie zugleich in einen größeren Zusammenhang stellt.

Am Ende bleibt eine einfache, nicht verhandelbare Aussage: Ein Gesicht ist nicht beliebig. Es trägt Bedeutung, Würde und Geschichte – in jeder einzelnen Ausprägung seiner unermesslichen Vielfalt.

In meiner Planung

Eine Erweiterung dieses Porträtprojekts erscheint naheliegend. Der Ansatz orientiert sich dabei an den verschiedenen Zeitaltern der Weltgeschichte sowie an den sich stetig wandelnden Schönheitsidealen in Bezug auf Erscheinungsbild, Mode und Haartracht des individuellen Menschen.

Darüber hinaus eröffnet sich die Möglichkeit, das Projekt auf die Vielfalt der Zivilisationen der Erde mit ihren faszinierenden Gesichtern auszuweiten. Eine weitere, besonders reizvolle Option liegt in der Imagination einer fiktiven außerirdischen Zivilisation: der Darstellung ihrer Physiologie mit all ihren charakteristischen Ausprägungen, Abweichungen und phantastischen Übersteigerungen

Was ist Deine Einschätzung dazu? Meine Kontaktdaten finden sich im Impressum.