Silberlinie





Tagebuchaufzeichnungen Teil 6

Es gibt viel zu erledigen. Die Dinge werden in die große Standardtour eingeflochten. Ein Widerspruch wird bei der Post aufgegeben. Danach zu einer Arztpraxis, um eine Kopie eines Befunds zu erfragen. Man verweist weiter an eine radiologische Stelle. Ein Anruf folgt, mit der Bitte, den Code digital zu übermitteln.

Auf dem Rückweg ein Markt in der Nähe. In der Bäckerei ein Latte und ein Sandwich, dazu ein kleiner Einkauf. Wieder zu Hause. Der Text über eine bekannte öffentliche Figur und ihre Absichten wird weiter bearbeitet. Ein Rollkragenpullover aus Kaschmir wird bestellt. In der Nacht sinkt die Temperatur bis an den Gefrierpunkt. Die nächste Tour führt nach Lohmar, allerdings nicht durch Felder und Wald. Der Boden ist zu schlecht. Stattdessen der Radweg entlang der Bundesstraße, vorbei an bekannten Punkten. Zuerst zur Bank, um Kopien alter Zahlungen zu erhalten. Diese werden benötigt, da ein Inkasso eingeschaltet wurde, obwohl die Rechnungen längst beglichen sind. Die Mitarbeiter suchen, finden und kopieren die Unterlagen. Danach weiter zu einem großen Markt. Die Wolken sehen nach Regen aus. Vorn in der Bäckerei ein Latte, ein süßes Gebäck, Brot. Der Wunsch nach einer schmalen Lesehilfe.

Keine passende Stärke. Weder hier noch im nächsten Geschäft. Auch im Drogeriemarkt nichts Passendes. Noch ein Markt. Getränke, Knabberzeug, kleine Fläschchen als Gegengabe für einen gebrachten Kuchen. Alles wird ordentlich auf einem Teller arrangiert und verpackt. Die richtige Brille bleibt unauffindbar. Hoffnung, trocken nach Hause zu kommen. Es klappt. Schuhe aus, Kleidung aus. Erleichterung. Zu Hause die Suche im Netz. Ein Angebot mit zwei Brillen. Bestellung, Bezahlung digital. Ein Weg nach Siegburg zu einer weiteren Arztpraxis. Die Wetter-App bleibt unentschlossen. Der Termin wird knapp erreicht. Kein Regen unterwegs. Freude darüber.

Der Arzt sagt, er habe geahnt, dass HP vielleicht nicht kommt. Gespräche über früher, über Kindheit, Jugend, das Autofahren. Über das Schicksal, über Armut, darüber, kein Auto mehr zu haben und bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Über Briefe und lange Gespräche mit einer vertrauten Person. Gute Wünsche zum Abschied.

Danach in eine Bäckerei in der Innenstadt, Latte und Gebäck. Weiter in einen Zeitungsladen, eine internationale Zeitung kaufen. Danach eine Pizza zum Mitnehmen. In einer anderen Filiale wird die Hälfte gegessen, die andere Hälfte kommt in den Fahrradkorb. Unterwegs noch kurz zu einem Markt für Milch und Saft. Ein weiterer Tag führt zu einer Praxis in Hoffnungsthal. Danach ein Einkauf, wieder Latte und Gebäck. Auf der Rückfahrt ein Besuch in einem Gewerbegebiet. Eine herzliche Begrüßung, eine Umarmung. Es gibt wieder Auto-Buchstaben aus Chrom, diesmal auch dünne, flexible, hellsilberfarbene. Minderwertiger, aber brauchbar. Ein Satz über ein neues großes Schiff bleibt hängen. Gedanken an Nationalhymnen und ihre Bedeutungen.

Ein Gespräch mit einer KI bleibt besonders haften. Das mentale Selbst sei kein Besitz, sondern eine Perspektive, die das Universum kurz einnimmt, um sich selbst zu betrachten. Überlegungen, ob und wie aus diesem Tagebuch ein Roman entstehen kann. Eine Mitgliedschaft wird per Post beendet. Eine Fahrt nach Rösrath, einen Brief einwerfen, ein kleiner Einkauf, Latte und Gebäck. Ein Verkauf über eine Plattform wird mit Zustimmung abgebrochen. Der Gegenstand soll stattdessen weitergegeben werden. Gedanken darüber, was sinnvoller ist. Zwischendurch kurze theoretische Notizen. Wahrnehmung. Empfindung. Wellen, die sich reduzieren.

Eine E-Mail mit der Bitte um Annullierung eines Kaufs. HP sitzt in einem Markt, hat Latte und Gebäck bestellt. Neben ihm ein übergewichtiger Mann mit seiner Frau. Er isst ein großes Stück Kuchen. HP sagt, dass er dadurch selbst noch mehr Hunger bekomme. Der Mann rät, noch etwas zu kaufen. HP sagt, er werde sonst zu dick. Der Mann nennt sein eigenes Gewicht und holt sich noch ein Teilchen. Ein Bekannter ist da, bringt einen Tenniskoffer. Gespräche über Parkas und einen Militärshop. Ein Satz bleibt stehen: HP versteht sich als Digitalphilosoph, berührt von Identität und der Philosophie von Online-Inhalten. Ein Schreiben an die Stadt, ein Projekt betreffend. Der Brief wird eingeworfen. Eine Hose wird zur Änderung gegeben. Latte und Gebäck in einem Einkaufszentrum. Der Einkauf folgt. Auf dem Rückweg zwei junge Polizeibeamtinnen, die einen Schulbus kontrollieren. HP hält an, fragt nach. Die Reaktion ist abweisend, dann scharf.

Der Befehl weiterzufahren. Das Dokumentieren unterbleibt. Am Nachmittag eine große Fahrradrunde. Briefe zur Post. Kaffee und Kuchen. Keine Erbsensuppe. Weiter nach Lohmar, dort ebenfalls keine. Rückweg über mehrere Orte, bergauf, bergab. Ein Tenniskoffer ist verkauft. Versand verzögert sich. Der Kontakt stockt. Eine weitere große Standardtour. Geld holen. Zettel zum Stromverbrauch abgeben. Frühstück. Brot und Gebäck. Einkauf. Interne Notizen zu Rechnungen, Kopien, offenen Fragen. Wo sind die E-Mails. Also neu anfordern. Ein Spaziergang durch das Dorf und den Wald hinunter zur Mühle. Viel Betrieb. Familien, Kinder. Eine lange Schlange am Ausgabefenster. Kaffee und Kuchen werden bestellt. Es lohnt sich. Die Menschen sitzen draußen, der Himmel ist teils sonnig, teils bewölkt. Schön. Der Gedanke, noch einmal zu bestellen, verwirft sich. Der Rückweg zu Fuß. Kurz, aber mit deutlichem Höhenunterschied. Ein Video über ein großes Technologieunternehmen. Ein Koffer voller Intelligenz für den taktischen Einsatz.

Der Name stammt aus einem alten Roman. Sehsteine, Kugeln, Fernwahrnehmung. Notizen zum Kochen. Frikadellen. Öl, Fleisch, Brötchen, Zwiebeln, Ei, Gewürze. Kneten, Formen, Braten, Temperatur. Hygiene. Ein langes Telefonat mit einer vertrauten Person wegen eines Briefes. Überlegungen zu einem alten arabischen Buch über mechanische Geräte. Sehr teuer. Weitere interne Vermerke zu Rechnungen, Forderungen, Zahlungsnachweisen. Der Hinweis, die Zahlungsaufforderung zurückzuziehen. Gespräche über ein Café. Notizen darüber, wie eine Suppe cremig wird. Pürieren, reduzieren, binden. Ein langes Telefonat mit einer Person aus der Seniorenvertretung. Es geht um ein lokales KI-Projekt. Verständnis ist da, Engagement eher nicht. Eine andere Kontaktperson wird empfohlen. Eine Rücksendung eines Kabels. Gedanken über politische Figuren, Zahlungssysteme, Software. Ein Satz bleibt stehen: HPs Arbeit besteht darin, Bedeutungen zu verschieben, Zusammenhänge zu erkennen und Systeme zu gestalten.

Gedanken an eine Person in Übersee. Eine Projektbeschreibung soll verschickt werden. Nachfrage nach einer E-Mail-Adresse. Ein Vorschlag für ein Kartenfeature wird online gepostet. Ein Dialog über akademische und alltägliche Sprache rührt HP zu Tränen. Ein Buch über den logischen Aufbau der Welt wird erwogen, aber nicht bestellt. Bestellnotizen zu einer Hose. In der Nacht ein merkwürdiges körperliches Ereignis.

Die letzten Beschwerden eines alten Sturzes sind deutlich vermindert. Ein Ring kommt repariert zurück. Ein Kabel funktioniert schlecht. Ein anderes wird getestet, dann gekauft. Das alte soll zurück. Ein Gedanke zur universellen Bewusstseinsfrage. Ein Teil des Ganzen, ausgeliehen, nicht vermindert. Am Ende kehrt er zurück.